April 10, 2008 by euroconsulting4u
Die Rückkehr der Schwindsucht
Dank Antibiotika geriet die Tuberkulose in Vergessenheit. Jetzt kehrt sie zurück – möglicherweise gefährlicher als je zuvor.Sieben Jahre litt Franz Kafka an der Tuberkulose, auch Schwindsucht genannt, bevor ihn das Leiden dahinraffte. Der Prager Schriftsteller hatte Leidensgenossen auf der ganzen Welt, etwa seinen britischen Kollegen George Orwell, den polnischen Pianisten und Komponisten Frédèric Chopin und den deutschen Dichter Friedrich Schiller. Thomas Mann inspirierten seine Erlebnisse in einem Sanatorium für Lungenkranke zu dem Roman „Der Zauberberg“. Schon damals war die Schwindsucht ein uraltes Leiden: Bereits die Überreste von Menschen 4000 Jahre vor Christus und ägyptische Mumien zeigen Spuren der Schwindsucht. Über Jahrhunderte hinweg blieb die Tuberkulose unheilbar – wer sie überlebte, hatte schlichtweg Glück oder eine besonders kräftige Konstitution. Allein in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts starben auf dem damaligen Gebiet des Deutschen Reichs jedes Jahr zwischen 100 000 und 120 000 Menschen an der Lungeninfektion. Betroffen waren vor allem die Armen. Der Ursprung der Krankheit und ihre Übertragungswege blieben im Dunkeln, bis der deutsche Forscher Robert Koch am 24. März 1882 den Erreger des gefährlichen Leidens entdeckte: Mycobacterium tuberculosis,das Tuberkelbakterium. Sein erstes Heilmittel, das aus einem Extrakt des Erregers hergestellte „Tuberkulin“, zeigte jedoch keine Wirkung. Erst das Antibiotikum Streptomycin brachte 1946 den entscheidenden Durchbruch.Doch der medizinische Erfolg war nicht von Dauer: Bereits kurze Zeit später verlor die neue Wunderwaffe erstmals ihre Wirkung auf den gefürchteten Erreger. Die ersten Mykobakterien wurden gegen Streptomycin resistent. Ärzte fanden schon recht früh heraus, dass eine Kombination von zwei oder drei Antibiotika die hartnäckigen Erreger am ehesten vernichten kann. Doch auch die Bakterien rüsteten auf, der Wettlauf zwischen Medizinern und Mikroben begann.
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April 6, 2008 by euroconsulting4u
Hochzeit - Der schönste Tag im Leben


Die Heirat ist die üblicherweise die mit den Ritualen der Trauung verbundene Schließung einer Ehe zwischen zwei Personen.
Verheiratet ist neben ledig, verwitwet und geschieden einer der vier weltweit üblichen Familienstände. In erweitertem Sinne bezieht sich der Ausdruck rechtlich auch auf eingetragene Partnerschaften, nicht aber Lebensgemeinschaften.
Die deutsche Sprache unterscheidet zwischen der Institution der Ehe (der auf Dauer angelegten Partnerschaft eines Paares) und der Eheschließung selbst, für die es mehrere Synonyme gibt:
Heirat bezeichnet heute vor allem die formelle Eheschließung. Der juristische Ausdruck für den Familienstand von Partnern in einer Ehe heißt neben der Eheschließung synonym Heirat, heiraten oder verheiraten[5].
Hochzeit ist ein Begriff, der ursprünglich „Festzeit“, also jedes hohe christliche Fest (auch die Eheschließung) bezeichnete, sich aber auf die Bedeutung „Eheschließung“ reduziert hat. Er betont die Ausdrucksformen der Feierns anlässlich der Heirat oder Verpartnerung, siehe Hochzeitsfeier.
Der Begriff Trauung ist etwa seit dem 13. Jahrhundert belegt und meint ursprünglich das „Anvertrauen“ einer Frau an den Ehemann. Heute bezeichnet es vor allem das Ritual der Eheschließung als solches, auch in Form einer kirchlichen Trauung oder sonstigen religiösen Feier.
Das Wort Vermählung stammt vom mittelhochdeutschen mehelen, das „versprechen“ bzw. „verloben“ bedeutete, basiert also auf dem Gedanken des Eheversprechens bzw. des Verlöbnisses.
Der Begriff Heirat findet umgangssprachlich auch bei anderen Verbindungen Anwendung. So wird auch das Eingehen einer eingetragenen Partnerschaft, wie sie zahlreiche Staaten, kennen, als Heirat bezeichnet[6]. Zudem feiern manche Paare auch dort Hochzeit, wo ihre Beziehung überhaupt keine rechtliche Anerkennung findet, um sich öffentlich zu ihrer Beziehung zu bekennen.
Nach deutschem und schweizerischem Recht wird die Rechtsform der Ehe von der Rechtsform der Lebenspartnerschaft/Partnerschaft unterschieden[7] [8]. Entsprechend wird im deutschen und schweizerischen Recht das Wort „verheiratet“ nur für Personen gebraucht, welche die Ehe miteinander eingegangen sind[9][10]. In Österreich gibt es derzeit keine eingetragene Partnerschaft, eine rechtliche Unterscheidung ist also nicht nötig.
Zur Klarstellung oder zur Abgrenzung von Heirat als Eingehen der Ehe wird in Deutschland der Begriff Verpartnerung verwendet[11]. Auf diverse andere Formen von Lebensgemeinschaften wird der Begriff Ehe, wie auch Heirat nicht angewandt.
Hochzeit in Polen, 1936
Zwischen 1489 und 1770 ist die Trauung per Stellvertreter / Handschuhehe belegt. Das war eine besondere Zeremonie der Trauung in Abwesenheit des Bräutigams. Ein Stellvertreter des Bräutigams (ein Gesandter bzw. Diplomat) vollzog „per procurationem“ dabei formell die Eheschließung.
Vor 1800 waren die meisten Partner bis zum Zeitpunkt der Hochzeit offiziell Junggesellen und Jungfrauen. In Traueintragungen im Kirchenbuch wurde im allgemeinen die Bezeichnung Jungfrau (abgekürzt J.) für die Braut gebraucht, solange der Pfarrer nicht vom Gegenteil überzeugt war. War er das, so wurde die Braut als „Deflorata“ oder gar „Impraegnata“ bezeichnet, und die Trauung fand „auf Verordnung“ bzw. „in der Stille statt“, wobei dann oft der Name des Brautvaters in der Traueintragung fehlt (siehe auch Toter Punkt).
In Deutschland gilt seit 1875 die obligatorische Zivilehe, was heißt, dass nur verheiratete Paare zur „Trauung“ in die Kirche dürfen. Wer ohne standesamtlich getraut zu sein, zur kirchlichen Trauung schreitet, begeht eine Ordnungswidrigkeit nach § 67 des Personenstandsgesetzes.
Eine Sonderform der Eheschließung war die Ferntrauung, die im Zweiten Weltkrieg möglich war. Dabei war der an der Front eingesetzte Soldat nicht persönlich anwesend. In einigen Fällen kam es so sogar zu Heiraten mit Verstorbenen, da die Nachricht vom Tode des Soldaten das Standesamt nicht immer erreichte.
Durch die Teilung Deutschlands entwickelte sich die Sozialistische Eheschließung. Sie war ein staatlich verordneter Festakt in der damaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR).
Bis Juli 1998 war es nötig, vor der Trauung ein Aufgebot zu bestellen, weil man meinte, so etwaige Ehehindernisse aufdecken zu können; diese Funktion wurde mit der Zeit aber ohnehin von den Standesämtern bereits im Vorfeld übernommen.

Die Heirat begründet die eheliche bzw. partnerschaftliche Beziehung und den Beginn umfangreicher sozialer und ökonomischer Rechte und Pflichten zwischen den dadurch verbundenen Familien respektive Verwandtschaftsgruppen. Oft findet bereits bei der Hochzeit, die den Beginn der Ehe (bzw. Lebenspartnerschaft) bedeutet, ein Austausch von Gütern zwischen den Familien/Verwandtschaftsgruppen statt.
In den meisten Kulturen bzw. Religionen muss die Ehe vollzogen werden (d. h. es muss Geschlechtsverkehr stattfinden), damit sie vollgültig ist; so ist in der katholischen Kirche eine unvollzogene Ehe zwar gültig, aber anders als eine vollzogene durch Gnadenakt scheidbar (dies ist nicht mit dem kirchlichen Ehenichtigkeitsverfahren zu verwechseln).
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März 11, 2008 by euroconsulting4u

Ostern - Frühlingsfest - Auferstehung
Ostern ist das christliche Fest der Auferstehung Jesu Christi nach dem Tod. Diese geschah nach urchristlicher Glaubensüberzeugung (vgl. im Neuen Testament) „am dritten Tag“ nach seinem Tod, wobei der Todestag als erster Tag zählte: also an dem Karfreitag folgenden Ostersonntag.
Ostern ist aus theologischer Sicht das wichtigste christliche Fest. Es soll die Freude über den endgültigen Sieg des Sohnes Gottes über Tod und ewige Verdammnis ausdrücken. Nach dem Verständnis einer Minderheit unter den Protestanten ist jedoch der Karfreitag der höchste christliche Feiertag, da schon der Tod Jesu Christi, nicht erst seine Auferstehung, die Menschheit von der Erbsünde erlöst habe. Viele Christen sehen allerdings die eigentliche Bedeutung von Ostern darin, dass ohne die Auferstehung Jesu Christi ein Leben nach dem Tod nicht existieren würde, da in der Bibel steht, Christus hätte durch die Auferstehung die Macht des Todes besiegt.
Die Bezeichnung des Festes und einige der heute populären Symbole haben außerchristliche Ursprünge. So leitet sich der Name Ostern wohl von einer germanischen Wurzel ab. Außerchristliche Elemente wurden von der Kirche in das Fest integriert, um die Menschen während des Christianisierungsprozesses leichter in die neue Religion einbinden zu können.
Der österliche Festkreis beginnt in den westlichen Kirchen seit dem Jahr 1091 mit dem Aschermittwoch, dem eine 40-tägige Fastenzeit folgt. Diese erinnert an die 40 Jahre des Volkes Israel in der Wüste sowie an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste fastete. Die österliche Bußzeit, auch Fastenzeit genannt, endet mit dem 40. Tag am Karsamstag. Das östliche Christentum rechnet die Sonntage zur Fastenzeit mit hinzu, zählt aber andererseits die Karwoche selbst nicht mit zu den 40 Tagen des Fastens, sondern als eigene Zeitperiode. Die letzte Woche vor Ostern heißt Karwoche. Sie beginnt mit dem Palmsonntag, an dem die Christen den Einzug des Jesus von Nazaret in Jerusalem feiern. Am Gründonnerstag – das „Grün“ kommt nicht von der Farbe, sondern von dem altdeutschen Wort greinen, was so viel wie weinen heißt – feiert das Christentum das Letzte Abendmahl. Am nächsten Tag, dem Karfreitag, wird des Todes Jesu am Kreuz gedacht, am Karsamstag ist Grabesruhe, und am dritten Tag, dem Ostersonntag, schließlich der Auferweckung Jesu von den Toten.
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März 4, 2008 by euroconsulting4u
Das ursprüngliche Bernsteinzimmer, ein aus mit Bernsteinelementen verkleideten Wänden gefertigter Raum, war ein Geschenk des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. an den russischen Zaren Peter den Großen im Jahr 1716. Fast zwei Jahrhunderte lang befand es sich im Katharinenpalast in Zarskoje Selo bei St. Petersburg. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gilt es als verschollen. Im Katharinenpalast befindet sich seit 2003 eine originalgetreue Nachbildung des Bernsteinzimmers.
Rekonstruiertes Bernsteinzimmer
Entstehung
Das Bernsteinzimmer wurde in Danzig und Königsberg von den Bernsteinmeistern Gottfried Wolffram, Ernst Schacht und Gottfried Turau angefertigt und war ursprünglich für das Charlottenburger Schloss bestimmt. Entworfen wurde es von dem Architekten und Bildhauer Andreas Schlüter. Es handelte sich um eine komplette Wandvertäfelung aus Bernstein, die auch als das „achte Weltwunder“ bezeichnet wurde. Der dänische Bernsteindreher Wolffram befand sich aufgrund einer Empfehlung Friedrichs IV. von Dänemark wohl seit 1701 in Diensten Friedrichs I. Im Jahr 1706 wurde die Ausführung den Danzigern Schacht und Turau übertragen, da Wolfframs Preise als zu hoch empfunden wurden. 1712 wird die Arbeit noch erwähnt, ist dann vermutlich aber erst nach dem Tode Friedrichs I. in ein Kabinett am Weißen Saal des Berliner Stadtschlosses eingebaut worden.
Der russische Zar Peter der Große bewunderte das Zimmer bei seinem Besuch in der preußischen Residenz und ließ es, nachdem es ihm geschenkt worden war, nach Sankt Petersburg bringen. Seine Tochter, Zarin Elisabeth, ließ das Zimmer zunächst im Winterpalast installieren, später im Katharinenpalast in Zarskoje Selo. Der im Dienste des russischen Hofes stehende italienische Architekt Bartolomeo Francesco Rastrelli erweiterte das Zimmer und brachte es durch Einfügung von Spiegelpilastern und vergoldeten Schnitzereien in die endgültige Größe.
Schicksal im Zweiten Weltkrieg Im Zweiten Weltkrieg wurde das Bernsteinzimmer von der Wehrmacht demontiert, in 27 Kisten verpackt und am 14. Oktober 1941 unter dem Kommando von Rittmeister Graf Solms-Laubach nach Königsberg abtransportiert. Der 36-stündige Abbau war unter Aufsicht von zwei Sachverständigen vorgenommen worden. Am 13. November 1941 berichtete die Königsberger Allgemeine Zeitung ausführlich über eine Ausstellung von Teilen des Bernsteinzimmers im Königsberger Schloss.

Verbleib des Bernsteinzimmers
Seit 1945 ist das Bernsteinzimmer verschollen. Über seinen Verbleib gibt es eine kaum noch übersehbare Fülle von Behauptungen, Vermutungen und Spekulationen. In der einschlägigen Literatur werden allein mehrere hundert Orte benannt, wo es verborgen sein soll. Zahlreiche in- und ausländische Forscher haben bisher vergeblich nach dem Bernsteinzimmer gesucht. Fest steht lediglich, dass das Bernsteinzimmer letztmals in Königsberg gesehen worden ist. Nach Erkenntnissen der beiden britischen Forscher Adrian Levy und Catherine Scott-Clark soll das Bernsteinzimmer 1945 dort verbrannt sein. Das gehe aus bislang unbeachteten Archivdokumenten aus dem Nachlass des sowjetischen Bernsteinzimmer-Beauftragten Anatoli Kutschumow hervor, wird aber von Sachverständigen stark bezweifelt. Das Schloss von Königsberg, in dem sich das Bernsteinzimmer befand, wurde 1945 stark zerstört und die Ruine 1968 auf Befehl Leonid Breschnews abgerissen. Nur der Unterbau mit den Kellergewölben, in welchen das Bernsteinzimmer nachweislich eingelagert war, soll zum Teil noch existieren. Der riesige Gebäudekomplex verfügte nach Aussagen von Insidern über tief gelegene Kellerräume, die bis heute noch nicht freigelegt worden sind. Der Verbleib des Bernsteinzimmers in Königsberg wird daher durchaus für denkbar gehalten.
Im Februar 2008 wurde bekannt, dass der FDP-Bundestagsabgeordnete und Bürgermeister des Erzgebirgsorts Deutschneudorf Heinz-Peter Haustein in einem Stollen in Sachsen rund 2 Tonnen Gold gefunden habe. Dieses soll von den Nazis dort versteckt worden sein und zumindest zum Teil aus dem Bernsteinzimmer stammen[1]. Derzeit wird danach gebohrt und die entsprechenden Stollen genauer untersucht, eine abschließende Validierung dieses Fundes steht jedoch noch aus.
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Februar 27, 2008 by euroconsulting4u
Geld – von ahd. gelt (= Zahlung, Vergütung) – ist ein Zwischentauschmittel, welches sich von anderen Tauschmitteln dadurch unterscheidet, dass es nicht unmittelbar den Bedarf eines Tauschpartners befriedigt, sondern aufgrund allgemeiner Anerkennung zum weiteren Tausch eingesetzt werden kann (vgl. Binsenweisheit: „Geld kann man nicht essen“).
Geld ist heute in der Regel spezifisch staatlich organisiert. Name und organisatorische Regeln zusammen werden als Währung bezeichnet. Geld ist ein Studienobjekt der Wirtschaftswissenschaft, ferner auch von Soziologie und Philosophie.
Deutsches Geld: 50 Reichspfennig
Entstehung
Bei der Entstehung von Geld wurden im Wesentlichen zwei Wege beschritten:
Einerseits entstand Geld, indem allgemein geschätzte, in beschränkter, jedoch ausreichender Menge verfügbare und unverderbliche natürliche Gegenstände als allgemeines Tausch- und Zahlungsmittel in Gebrauch kamen (Warengeld). Dies waren entweder Naturgegenstände (Naturalgeld), Schmuckstücke (Schmuckgeld) oder allgemeine Gebrauchs- und Nutzgegenstände wie auch Nutztiere. Diese erste Art von Geld war ursprünglich üblich bei Naturvölkern, die noch kein persönliches Eigentum kannten (zum Beispiel Kaurimuscheln im Süden Asiens und Afrikas bis ins 19. Jahrhundert) oder wird unwillkürlich benutzt als Notgeld (zum Beispiel Zigaretten vorübergehend in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg). Im Mittelalter gab es insbesondere im slawischen und skandinavischen Ostseeraum ausgeprägte Gewichtsgeldwirtschaften, in denen Metall, besonders Silber, in Form von (häufig nach Gewichtsbedarf zerteilten) Barren, Schmuckstücken und auswärtigen Münzen als Zahlungsmittel (Gewichtsgeld) diente, wobei auch bei den Münzen allein das Gewicht, das Käufer und Verkäufer durch Doppelwägung bestimmten, maßgebend war (Görmer 2006, 165).
Andererseits kam Geld als Belege für Guthaben auf verpfändbares privates oder öffentliches Eigentum in Umlauf. Voraussetzung dafür war das Vorhandensein von Eigentum an bestimmten Gütern, gegen deren Verpfändung das Geld von ihren Eigentümern als Kredit herausgegeben wird. Als verpfändetes Eigentum kam zum Beispiel Landbesitz oder hinterlegtes Münzgeld in Frage. Den Besitzern von Geldbelegen stand auf Verlangen die Herausgabe des verpfändeten Eigentums zu. In dieser Weise kommt Geld durch Verschuldung zustande und ist rechtlich gesehen ein Schuldschein und Schuldentilgungsmittel. Dieses Verfahren wurde bis heute bei Geschäfts- und Zentralbanken beibehalten, indem Geld durch Beleihung verpfändbarer Wertpapiere vertrauenswürdiger Kreditnehmer gegen Zins ausgegeben wird.
Notgeld (10-Pf-Schein) der Stadt Bad Salzuflen
Eine dritte, vorübergehend gebrauchte Form der Geldentstehung ist die absichtliche Schaffung von Notgeld. Zum Beispiel haben in Deutschland um 1923 gewisse Städte Notgeld als Ersatz für offizielles Geld herausgegeben.
Während Geld anfänglich über Jahrhunderte an wertvolle physische Tauschmittel wie z. B. Münzen aus Gold gebunden war, bestehen die Gelddokumente heute in der Regel aus fast wertlosem Material (Banknoten aus Papier). Dementsprechend wurden in Europa Gold und Silber als Wertgaranten für das ausgegebene Geld bei den Notenbanken hinterlegt (siehe dazu Goldeinlösegarantie). Seit den frühen siebziger Jahren wurde die Goldeinlösegarantie für Bargeld in immer mehr Staaten aufgehoben und das internationale System die Golddeckung mehr und mehr abgebaut. Der gravierendste Einschnitt stellte hierbei die Aufkündigung der Goldeinlösegarantie Nixons für den Dollar im Jahre 1973 dar.
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Wie funktioniert Geld?
Teil 1 von 3
Description:
Aliens haben das Geld erfunden um die Erde und ihre Bewohner auszubeuten. Erster Teil des 3-teiligen Animationsfilms zur Erklärung des Geld- und Bankenwesens.
“10 Punkte Plan zu effizienten Ausbeutung eines Planeten mit halbintelligenten Lebensformen”
Time: 304 sec. |
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Wie funktioniert Geld?
Teil 2 von 3
Description:
Aliens haben das Geld erfunden um die Erde und ihre Bewohner auszubeuten. Zweiter Teil des 3-teiligen Animationsfilms zur Erklärung des Geld- und Bankenwesens.
“10 Punkte Plan zu effizienten Ausbeutung eines Planeten mit halbintelligenten Lebensformen”
Time: 361 sec. |
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Wie funktioniert Geld?
Teil 3 von 3
Description:
Aliens haben das Geld erfunden um die Erde und ihre Bewohner auszubeuten. Dritter und letzter Teil des 3-teiligen Animationsfilms zur Erklärung des Geld- und Bankenwesens.
“10 Punkte Plan zu effizienten Ausbeutung eines Planeten mit halbintelligenten Lebensformen”
Time: 329 sec. |


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Februar 5, 2008 by euroconsulting4u

Mit Couchsurfing.com die Welt verbessern – das ist der nicht eben geringe Anspruch der derzeit am stärksten expandierenden globalen Gastfreundschaftsplattform
Kommt sie jetzt, die Globalisierung von unten, die solidarische Begegnung zwischen Menschen aus aller Welt jenseits der Herrschaft des Nutzenkalküls und deshalb jenseits hoher Sicherheitszäune ermöglicht? Oder läuft es doch wieder nur darauf hinaus, dass die heute schon 270.000 unter solchem Anspruch Versammelten eines Morgens verkatert erkennen müssen, dass die Party vorbei ist und sie zur Kundschaft einer weiteren Welt-Kommerz-AG abgerichtet wurden?
Mit Couchsurfing.com die Welt verbessern – das ist der nicht eben geringe Anspruch der derzeit am stärksten expandierenden globalen Gastfreundschaftsplattform
Kommt sie jetzt, die Globalisierung von unten, die solidarische Begegnung zwischen Menschen aus aller Welt jenseits der Herrschaft des Nutzenkalküls und deshalb jenseits hoher Sicherheitszäune ermöglicht? Oder läuft es doch wieder nur darauf hinaus, dass die heute schon 270.000 unter solchem Anspruch Versammelten eines Morgens verkatert erkennen müssen, dass die Party vorbei ist und sie zur Kundschaft einer weiteren Welt-Kommerz-AG abgerichtet wurden?
Chris Neulinger ist glücklich. Joe Balistreri, der Gast aus Detroit ist gut am Aachener Hauptbahnhof angekommen. Noch zwei Tage vorher wusste er nicht sicher, wann Joe denn nun ankäme und ob überhaupt. Dabei wollte doch nicht nur Telepolis, sondern auch das WDR-Fernsehen bei dem Empfang des Couchsurfers durch seinen Aachener Host live dabei sein und so gab er, offenbar nicht leicht aus der Ruhe zu bringen, die mehrmals geänderten Ankunftszeiten immer wieder durch.
Er wird auch einigen Aufwand betrieben haben, damit sich sein Gast bei ihm wohl fühlt. Für jemanden wie Chris ist das selbstverständlich. Genau so selbstverständlich sieht es auch aus, wie sich da zwei begrüßen und lässig zum Auto schlendern. Allerdings treffen sich hier nicht alte Bekannte. Vielmehr haben sich die Beiden nie zuvor gesehen. Der Detroiter hat einfach das Couchsurfing-Netzwerk nach einer Übernachtungsmöglichkeit in Aachen durchsucht und ist dabei auf der Seite mit dem Profil von Chris gelandet. Couch available? – Definitely! konnte er da unter anderem lesen. Und das bedeutet, dass Chris zu den etwa 5% der Mitglieder des Netzwerkes gehört, die nicht nur die grundsätzliche Bereitschaft zur Aufnahme von Gästen anzeigen, wie die meisten Couch-Server, sondern darüber hinaus verspricht, dass er seine Gastfreundschaft nicht so sehr vom persönlichen Geschmack oder der Tageslaune abhängig macht, sondern dass auf sie im allgemeinen Verlass ist, definitely!
Chris wird also gleich jemand zu seiner Wohnung fahren und sie mit ihm teilen, den er zuvor nie gesehen hat und von dem er kaum etwas weiß. Nun gut, in seinem Profil auf der CouchSurfing-Seite können wir z.B. nachlesen, dass er studiert und nebenbei als Organist in einer Kirchengemeinde arbeitet. Und das ist immerhin mehr, als der Junge wusste, der mich vor 30 Jahren, als ich genau so alt war, wie Joe heute, an einem kleinen Bahnhof in Schweden auflas:
Ich hatte einen Zug verpasst und da stand ich nun in klirrender Kälte irgendwo im Nirgendwo. Der nächste Zug würde erst am folgenden Morgen kommen; es gab keine Unterstellmöglichkeit und ich hatte kaum noch Geld. Die Frage, wie ich in dieser eisigen Einöde die Nacht überleben könnte, stellte sich da ganz real. Doch bevor mir das überhaupt klar wurde, kam schon ein auffällig gut gekleideter etwa Gleichaltriger auf mich zu und fragte, ob er mir helfen könne. Unter gewöhnlichen Umständen hätte ich ihn wohl keines Blickes gewürdigt. Schließlich war ich Sponti und wollte mit solchen angepassten Bürgersöhnchen nichts zu tun haben.
Aber so erklärte ich ihm halt kurz meine Lage, woraufhin er mich ohne zu zögern einlud, im Haus seiner Eltern zu übernachten. Eine Minute später saßen wir in seinem nagelneuen Saab, den ihm seine Eltern gerade geschenkt hatten und ein paar Stunden später schlief ich im frisch bezogenem Gästebett seiner Eltern. Sein Vater, der mir erstmal etwas zu trinken angeboten hatte, erschreckte mich dann aber mit dem Anwurf, dass er “deutsche Nazis” eigentlich nicht leiden könne. Er musste als Jude im 2. Weltkrieg von Dänemark aus nach Schweden fliehen. Trotzdem kochte er extra für mich noch mal und verbrachte dann mit mir den restlichen Abend bei Wein und Kerzenschein am offenen Kamin. Sein Sohn brachte mich am nächsten Morgen zum Zug, nicht ohne mir noch eine freundliche Reisebegleitung vorzustellen, die wohl zufällig in die gleiche Richtung fuhr und wodurch mein erstes Erlebnis echter Gastfreundschaft noch ausgedehnt wurde.
Was für einen Kontrast bildete dieses Erlebnis zu dem, was ich bis dahin als “Gastfreundschaft” kennen gelernt hatte: Da sehe ich sofort dieses kitschige Holztäfelchen mit der darauf eingebrannten Lüge “Ein froher Gast wird niemals Last”, das damals nicht nur die Wohnung meiner Eltern verunzierte. “Gast” meinte hier den Verwandten, den guten Freund, so gerade noch den Nachbarn; und das “wird niemals Last” bezog sich eher auf den frühen Abend, denn auf eine Übernachtungsgelegenheit. Undenkbar wäre es gewesen, einen Wildfremden ins Haus zu lassen; da hätten nicht nur meine Eltern protestiert, sondern sogar noch die Nachbarn, wenn sie das bemerkt hä |